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Glossar von A bis Z

A  B  C  D  E  F  G  H  I  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  Y  Z  
 
 

A

Ablängen

Das Einteilen eines Stammes vor dem Zurichten in die gewünschten Längen

Adern

Feine Furnierstreifen, die zum Unterteilen von Furnierflächen eingelegt werden.

Anschnittpaket

Die ersten und letzten Pakete eines flachgemesserten Stamms. Diese Pakete haben meist eine fladrige Zeichnung und sind kürzer.

Aufrauhen

Grobes Schleifen einer Oberfläche, damit sie Leim besser aufnimmt

Außenfurnier

Furnier besserer Qualität, das für die sichtbaren Decklagen eines Werkstückes verwendet wird.

B

Bandeinlage

Ein einfarbiger oder gemusterter Furnierstreifen, der für dekorative Ränder verwendet wird.

Bast

Innenrinde lebend

Blase

Siehe Kürschner

Blatt

Die kleinste Furniereinheit. Meistens werden 16, 24 oder 32 Blätter zu einem Paket gebündelt.

Blindfurnier

Unterste Qualitätskategorie bei Furnieren, die meist nur noch als Absperrfurniere oder für nicht sichtbare Flächen verwendet werden. Verkauf auch nach Gewicht möglich.

Block

Bezeichnung für einen Stamm oder Stammteil in der Rundholz- bzw. Furnierform.

Blume

Die Pakete eines Stammes, wenn über das Herz hinweg gemessert wird. Ergibt den sogenannten kathedralen Aufbau.

Buch

Vor allem bei Schreinern gebräuchlicher Ausdruck für ein Paket Furnier. Dieser rührt daher, dass wie in einem Buch die Furnierblätter aufeinanderfolgen.

Buchs

Bei Nadelhölzern durch unregelmäßigen Jahrringaufbau entstehende Zonen, die besonders hart sind und daher Schwierigkeiten bei der Verarbeitung des Furniers ergeben (Druck-, Zugholz).

Bügeltrockner

Zusätzlich zum Düsentrockner werden die Furniere hier zwischen umlaufenden großen Trommeln gepresst, um Welligkeit zu vermeiden.

Buntheit

Ausdruck für unregelmäßigen Wechseldrehwuchs, der im Furnier eine mehr oder weniger unregelmäßige Zeichnung hervorruft.

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C

Cluster

Nur teilweise gemaserte Stämme.

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D

Dämpfgrube

Die Kammer/Grube, die zum Dämpfen oder Kochen von Rundholz verwendet wird.

Dosse

Siehe Blume

Drehwuchs

Spiralförmiger Wuchs eines Baumes, der durch äußere Einflüsse – z. B. Wind – hervorgerufen wird. Bei starkem Drehwuchs können Aufarbeitungsprobleme dadurch entstehen, dass sich die Jahrringe voneinander lösen und offene Stellen entstehen; daher werden sie meist gesägt.

Druckleiste

Dem Messer gegenüberliegende Leiste. Die Öffnung zwischen Messer und Druckleiste ist etwas geringer als die Furnierstärke, um den notwendigen Gegendruck für einen glatten Schnitt zu erzeugen.

Druckplatten

Holz- oder Metallplatten, zum Pressen von Furnier auf eine Trägerplatte. Sie können je nach Bedarf flach oder gewölbt sein.

Düsentrockner

Furniertrockenmaschine, die mit Hilfe heißer Luft die Furniere in einem Durchlaufverfahren trocknet.

 

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E

Echt Quartier

Zur Erzeugung von Friesen mögliche Einteilung des Stammes in vier Viertel

Eichenlohe

Gerbsäurehaltiges Wasser in Eichenstämmen, stark dunkel färbend. Durch den hohen Gerbsäuregehalt der Eiche eignet sich Eichenrinde auch nicht zum Mulchen.

Einlauf

Farbliche Veränderungen an den Hirnenden eines Stammes oder durch den ganzen Stamm, wenn dieser zu lange gelagert wird. Wird begünstigt durch direkte Sonneneinstrahlung oder zu starke Trockenheit. Rundholz wird für die Lagerung entweder an den Hirnenden gewachst oder mit Wasser berieselt, um Einlaufbildung zu vermeiden.

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F

Federzeichnung

Anderer Begriff für Pyramidenzeichnung

Fehltaxe

Preisliche Bewertung eines Stammes, die nicht mit den Marktpreisen übereinstimmt.

Feinporigkeit

Man kann die Poren nur mit der Lupe erkennen, z. B. bei Ahorn, Birnbaum, Kirschbaum, Birke, Buche, Linde. Diese Hölzer haben eine gleichmäßige Textur.

Fineline-Furnier

Designerfurniere; werden nach einem besonderen Verfahren hergestellt, bei dem Schälfurniere zu einem Block verleimt und anschließend gemessert werden.

Flader

Siehe Blume

Fladerfurnier

Eine Bezeichnung für Furnier, das tangential aus einem Stamm gemessert wurde und eine ovale oder bogenförmige Maserung aufweist.

Fladerschnitt

= Sehnenschnitt, Tangentialschnitt

Flitsch

Rundholzteile, die für die Furnierherstellung von einem Stamm gesägt werden; das Furnierpaket aus zusammengehörenden geschnittenen Furnierblättern.

Fries

Die Pakete eines Stammes, die nach dem Auftrennen des Blocks und ggf. Heraustrennen des Herzes dadurch entstehen, dass die Jahrringe radial, im 90-Grad-Winkel, vom Messer getroffen werden. Typisch streifige Struktur der Furniere.

Frühholz

Der Teil des Jahresringes der im Frühjahr gebildet wird

Furnier

Im Normenbereich wird Furnier folgendermaßen definiert: „Dünnes Blatt aus Holz, das durch Schälen, Messern oder Sägen vom Stamm oder Stammteil abgetrennt wird.” (DIN 68.330. und DIN 4079-für die Praxis jedoch von geringer Bedeutung!) Ein dünnes Holzblatt, das zur Oberflächenbeschichtung von Trägermaterial wie z. B. Holzwerkstoffplatten verwendet wird.

Fuss

Unteres Stammende im Rundholz oder Furnier, gekennzeichnet häufig durch groben Jahrringverlauf und nicht gewünschte Farbvariationen, vom Wurzelstock herrührend.

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G

Geapfelt

Vom französischen Wort „Pommelé” (Pomme = Apfel) abgeleitete Bezeichnung für eine spezielle Zeichnung des Furniers

Geschlagen

Aufarbeitungsart durch die Stay-Log-Maschine. Auch exzentrisches Schälen genannt.

Geviertelt

Aufarbeitung von Furnierstämmen, die geviertelt wurden. Ergibt Friese und Halbflader.

Gitterflecken

Abdrücke der Trocknerbänder auf der Furnieroberfläche, durch fehlerhafte oder unsachgemäß gewartete Trocknerbänder hervorgerufen

Glatze

Bei groben Jahrringen in den Dossepaketen breite, strukturlose Flächen zwischen den Jahrringen.

Grat

Sehr feine Messerscharte, die beim Oberflächenschleifen des Furniers verschwindet und somit keine Beeinträchtigung des Furniers bedeutet.

Grobe Struktur

Der Jahrringaufbau von schnell gewachsenen Stämmen, der eine nicht erwünschte grobe Zeichnung im Furnier ergibt.

Grobjährig

Eine Bezeichnung für ringporiges Holz mit großen Poren

Grobporigkeit

Man kann die Poren bereits mit dem bloßen Auge sehen, z. B. bei Eiche, Esche, Nussbaum, Ulme. Diese Hölzer haben eine lebhafte Textur.

Gum

Schwarze, fleckenförmige Einschlüsse im Black Cherry Furnier, die von einem Furnierblatt zum anderen verspringen können.

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H

Haare

Speziell bei den Holzarten Birnbaum und Maple vorkommende haarfeine Flecken, die sich über die gesamte Furnieroberfläche verteilen können und als qualitätsmindernd angesehen werden.

Halbmaser

Siehe Cluster

Halbstamm

Hälfte eines Stammes

Hartholz

Holz, das aus meist laubabwerfenden Laubbäumen gewonnen wird

Harzgallen

Taschenförmige Harzeinschlüsse bei harzhaltigen Nadelhölzern, die im Furnier offene Stellen ergeben und daher qualitätsmindernd sind.

Herzriss

In der Stammmitte entstehende Spannungsrisse. Die Lage vom Herzriss bestimmt maßgeblich die Stammeinteilung fürs Messern. Herzrisse im Furnier sind offen und können nicht verarbeitet werden.

Hirnschnitt

= Querschnitt; verläuft quer zur Stammachse. Auf der so erhaltenen Hirnschnitthälfte zeigen sich die Jahresringe und die Markstrahlen als verschieden breite Streifen deutlich.

Holzfasern

Die kleinsten, aus mehreren Zellen zusammengesetzten Einheiten im Aufbau des Holzes. Sie sind verschieden lang und schmal (Länge = 60?fache des Durchmessers) und verlaufen in der Wuchsrichtung des Baumteils.

Holzfehler

Jeder Fehler, der das Aussehen des Holzes beeinträchtigt, die Bearbeitung erschwert und den Wert des Holzes für eine bestimmte Verwendung mindert; häufig auch Wuchsmerkmal (z. B. Gum in Cherry)

Holzstrahlen

Auch Markstrahlen genannt. Man unterscheidet zwischen den primären, im einjährigen Sproß angelegten Strahlen, die tatsächlich vom Mark ausgehen und den sekundären, später angelegten, die ihren Ausgang im Jahresring nehmen, in welchem sie vom Kambium erzeugt wurden.

Horizontalmessermaschine

Messermaschine, bei der die Gegenbewegung Stamm/Messer horizontal ausgeführt wird.

Hortenleiste

Bei der früher angewandten Naturtrocknung die sich quer über das Furnierblatt abzeichnende Leiste des Einlegewagens.

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I

Innenausbau-Länge

Längen in Rundholz und Furnieren von über 2,65 m in Spitzenqualität.

Intarsie

In Holz eingelegte oder aufgeleimte Verzierungen aus Furnier oder auch aus anderen Materialien (z. B. Metalle, Perlmutt), sehr kostspielig und wird im handwerklichen Bereich angewendet.

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K

Kambium

Makroskopisch nicht sichtbar; Wachstumsschicht, von der aus das Dickenwachstum des Stammes ausgeht.

Kammertrocken

Massivholz, das in einer Trockenkammer künstlich getrocknet wurde.

Kathedral-Aufbau

„Blume” mit gleichmäßigem Abstand der Jahresringe und absolut geradem Wuchs. Gesuchter Aufbau der Struktur bei Dossepaketen. Gilt als besonders elegant.

Kern

Im Furnier die Bezeichnung für den Bereich des Kernholzes, der sich farblich vom normalen Furnier absetzt.

Knolle

Bezeichnung für einen Maserstamm, Rundholz oder Furnier.

Kondensat

Infolge von zu scharfer Trocknung sich auf der Furnieroberfläche absetzende und gelbliche erscheinende Gerbsäure.

Krebs

Krankheit bei europäischer Eiche, die sich als Strukturstörung im Furnier zeigt, im fortgeschrittenen Stadium als offene Fehler. In der Rinde nur schwer erkennbar.

Kreuzfuge

Speziell bei Maserfurnieren gebräuchliches Verfahren, um hochdekorative Flächen und Bilder entstehen zu lassen. Vier aufeinanderfolgende Furnierblätter werden zweimal gestürzt und einmal hochgeklappt.

Kürschner

Eine kleine Wölbung im Furnier, die auf unzureichendes Leimen an dieser Stelle zurückzuführen ist.

Kurzlänge

Längen in Rundholz und Furnieren zwischen 1,50 m und 2,00 m.

Kürzung

Längen in Rundholz und Furnieren unter 1,50 m.

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L

Lösung

Risse im Holz, die dem Jahrringverlauf folgen. Stammteile mit diesem Fehler sind zur Furnier- und Schnittholzerzeugung nicht geeignet.

Lufttrocknen

Massivholz, das an der Luft getrocknet wurde ohne Zuhilfenahme künstlicher Trocknung.

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M

Marketerie

Das Zusammensetzen kleiner Furnierstücke zu dekorativen Mustern oder Bildern. Siehe auch Parkett-Marketerie.

Maserknolle

Ein knollenartiger Auswuchs an einem Stamm. Aufgeschnitten liefert er geflecktes Maserfurnier.

Maser

Furniere, hergestellt aus Maserknollen, mit meist kreisförmigen Mustern, hervorgerufen durch Faserwirbel. Maserknollen wachsen über der Erde (Eiche, Esche, Rüster) oder als Wurzelmaser unter der Erde (Madrona, Myrte, Vavona, kalifornischer Nussbaum). Teilweise gemaserte Knollen und Stämme werden als Halbmaser oder Cluster bezeichnet.

Maserung

Die allgemeine Richtung oder Anordnung der Fasern im Holz

Messer abziehen

Bei kleinen Scharten und Graten an der Messerschneide wird diese mit Hilfe eines Schleifsteins wieder geglättet.

Messerbläue

Blaue Flecken auf der Furnieroberfläche, die durch unzureichende Wasserabführung (zu geringe Heizleistung am Druckbalken, zu schnelles Messern) beim Messern entstehen, da auf der Oberfläche der Furniere stehendes Wasser durch Oxydation mit Inhaltsstoffen reagiert.

Messerfallend

Eine komplett aufgearbeitete Partie Rundholz, die mit allen enthaltenen Qualitäten als Furniere angeboten und verkauft werden.

Messerfurnier

Einzelne Blätter werden abgetrennt. Dekorativ, hohe Qualität. Keine Schnittverluste. Im Vergleich zum Schälen langsam. Durch Zurichten des Stammes können unterschiedliche Bilder erzeugt werden.

Messern

Methode der Furnierherstellung, bei der das Furnier von einem Teil eines Stammes mit einem Messer abgeschnitten wird.

Messerreste

Der Stamm wird mit hydraulischen Klammern in der Messermaschine eingespannt. Wegen der Klammern kann ein ca. 125 mm starkes Restbrett nicht gemessert werden. Diese Bohlen, die übrigbleiben sind als Massivholz begehrt, weil sie meist stehende Jahre beinhalten und somit relativ spannungsfrei sind.

Messerriss

Risse im Furnier, die durch schlecht eingestellte Druckbalken bei Furniermaschinen verursacht werden.

Messerscharte

Harte Äste, Geschosse, Nägel, Sand und Steine können das Messer stellenweise beschädigen, was als Kratzer (Scharte) quer übers Furnierblatt sichtbar wird. Ist die Scharte fühlbar, wird die Messermaschine gestoppt und das Messer nachgeschliffen oder gewechselt.

Milde Struktur

Sehr fein und langsam gewachsenes Holz, das eine schöne und gleichmäßige Zeichnung im Furnier ergibt.

Mineral

Dunkle Flecken oder Einschlüsse im Holz, vor allem bei amerikanischer Eiche.

Moiriert

Siehe Buntheit

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N

Nagel

Feines, überwachsenes Stiftästchen (Wasserreißer), das auf der Rinde nur schwer gesehen werden kann. Im Hirnschnitt als quer über die Fläche verlaufender schwarzer Stift erscheinend.

Nagelast

Kleiner, meist sehr harter Ast, der zu Messerscharten führt. Besonders bei europäischem Ahorn.

Naturtrocknung

Früher gebräuchliches Verfahren zur Trocknung von Furnieren. Diese wurden blatt- oder zweiblattweise in sogenannte Hortenwagen eingelegt und entweder völlig ohne technische Hilfsmittel oder mit Hilfe eines Ventilators getrocknet. Sehr zeitaufwendig. Die Naturtrocknung wurde durch die Düsentrockner abgelöst.

Niederschlag

Siehe Kondensat

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O

Offener Fehler

Fehler im Furnier, der Löcher bildet. Ausfalläste, Faulstellen, offene Herzrisse müssen bei der Verarbeitung entfernt werden. Fest verwachsene Äste sind keine offenen Fehler.

 

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P

Paket

In der Regel die kleinste Verkaufseinheit, siehe Blatt.

Paneellänge

Längen in Rundholz und Furnieren zwischen 2,55 m und 3,30 m, die von der Paneelindustrie benötigt werden. Qualität meist nicht so hoch wie Schlafzimmerlängen.

Parkett-Marketerie

Ein ähnlicher Vorgang wie die Marketerie. Das Furnier wird hier jedoch in geometrische Formen geschnitten, die zu dekorativen Mosaikmustern zusammengesetzt werden.

Partie

Mehrere Stämme einer Holzart als Rundholz oder Furnier

Pfeffer

Bei Eibenfurnieren schwarze Stiftästchen im Holz, die die typische Zeichnung des Eibenfurniers ergeben. Je mehr Pfeffer und je regelmäßiger er über die Oberfläche verteilt ist, umso hochwertiger das Furnier.

Pianoei

Ein von der Pianoindustrie gesuchter Aufbau der Struktur in den Dossepaketen – siehe Zeichnung. Wird benötigt von der Pianoindustrie für die Vorderfronten und den Klavierdeckel.

Pommelé

Siehe geapfelt

Poren

Bezeichnung für Gefäße (Tracheen) der Laubhölzer. Es sind im Querschnitt runde bis ovale Öffnungen; im Längsschnitt sieht man Porenrillen oder Nadelrisse. Sie haben einen größeren Durchmesser als Fasern. Ihre Größe, Anzahl und Verteilung ist artspezifisch. Es gibt grobporige oder feinporige Furniere.

Pyramide

Typische Zeichnung des Furniers , das aus einer Astgabel hergestellt wurde. Je exakter die Pyramide oder auch Feder ausgeprägt ist, desto hochwertiger das Furnier.

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Q

Querbänder

Furnierstreifen, die quer zur Faser geschnitten sind und als Dekoreinlagen verwendet werden.

Querlage

Furnierlage, die rechtwinklig zu den Decklagen einer Sperrholzplatte verleimt wird.

 

 

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R

Radialfurnier

Wird quer zum Stamm am Hirnende abgetrennt. Vergleich: Anspitzen des Bleistiftes. Verfahrensbedingt haben Radialfurniere in der Mitte ein Loch.

Rauhe Messerung

Bei der Messerung von Furnieren entstehende rauhe Stellen in der Oberfläche, die durch mangelnde Auflage, falsche Einstellungen an der Maschine oder zu starke Strukturschwankungen des Holzes entstehen können.

Reaktionsholz

Anomales, dem Gebrauchswert des Holzes negativ beeinflussendes Holzgewebe. Entstehung umweltbedingt, insbesondere durch Einwirkung einseitiger Kräfte auf Stamm und Ast (Wind, Schnee).

Reifholzbäume

Haben keinen Farbkern, aber ihr Holz ist im Bauminnern wesentlich wasserärmer als in der Außenschicht. (Fichte, Tanne, Buche, Linde)

Restdielen

Siehe Messerreste

Riegel

Bei verschiedenen Holzarten (z. B. Ahorn, Makore, Birnbaum, Esche) quer zum Faserverlauf deutlich sichtbare, mehr oder weniger regelmäßige Streifen. Je regelmäßiger diese Streifen, desto hochwertiger das Furnier.

Rift

Auf der Stay-Log aufgearbeitete Furnierblöcke, die geviertelt sind und damit breite Friesen ergeben, die Abwicklung haben.

Rindeneinwuchs

Vor allem bei Maserhölzern vorkommende Rinde innerhalb des Kernholzes, das von diesem überwachsen wurde.

Rose

Überwachsener Ast, der ein deutlich erkennbares Merkmal in der Rinde hinterläßt. Je früher der Baum den Ast abgeworfen hat, desto schwerer ist dieses Merkmal in der Rinde erkennbar.

Rundschälen

Eine Methode zur Furnierherstellung, bei der ein endloses Furnierblatt von einem Stamm geschnitten wird, der sich gegen ein feststehendes Schälmesser dreht.

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S

Sägefurniere

Einzeln gesägt, großer Schnittverlust, hohe Qualität, keine offene Seite.

Schälfurnier

Furnierstamm wird zentrisch eingespannt und ein endloses Furnierband abgeschält. Beim Schälen wird der Messerblock gegen den rotierenden Stamm gedrückt.

Schieben

Verfahren bei der Weiterverarbeitung von Furnieren, bei dem die aufeinanderfolgenden Furnierblätter jeweils nur mit der Vorderseite aufgeleimt werden.

Schlafzimmerlänge

Längen in Rundholz und Furnieren zwischen 2,60 m und 3,20 m. Die Schlafzimmerqualität ist meist höher als die Paneelqualität.

Schneideholz

Rundholz in Sägequalität.

Schnittholz

Bereits fertiggestelltes Massivholz.

Schwarte

Erstes Seitenbrett des runden Stammes, das meist als Brenn- bzw. Abfallholz verwendet wird.

Sortierung

Die qualitätsbezogene Einordnung von Furnieren und Preisgebung der verschiedenen Qualitäten.

Spannung

In einem Stamm treten durch unterschiedliche Wachstumszonen und Wachstumsgeschwindigkeiten (Wetterseite) Dichteunterschiede auf, die zu Spannungen im Rundholz führen können. Wird der Baum gefällt, können Spannungsrisse auftreten.

Spätholz

Der Teil des Jahresrings, der im letzten Teil der Wachstumsperiode, also nach dem Frühjahr, zuwächst

Spezifisches Gewicht

Rohdichte, Abkürzung r, die Masse einer Raumeinheit Holz, ausgedrückt in g/cm3. Die Rohdichte wird auf eine bestimmte Holzfeuchtigkeit bezogen. Mit der Rohdichte stehen die anderen Eigenschaften in Zusammenhang. Sie ist der Ausdruck für die Dichte der Holzsubstanz.

Spiegelschnitt

= Radialschnitt; Der Schnitt verläuft parallel zum Markstrahlverlauf und senkrecht zu den Jahresringen. Auf der Schnittfläche werden Rillen sichtbar bei Laubhölzern. Bei Eiche und Buche sind es glänzende Streifen und Bänder.

Splint

Die zwischen Rinde und Kernholz liegenden äußeren Zellschichten des Holzes. Die Wasser- und Nährstoffversorgung des Baumes geschieht nur in den äußersten Zellreihen des Splintes, der Rest der Zellschichten im Splintholz dient nur der Wasserspeicherung. Bei einigen Holzarten, z. B. Palisander und Europäischer Nussbaum, wird der Splint dekorativ verarbeitet.

Spritzer

Generelle Bezeichnung für fleckenförmige Einschlüsse im Holz, die sich farblich mehr oder weniger deutlich absetzen. Auch als Minerals bei Eiche, als Haare bei Birnbaum bezeichnet.

Spritzkern

Unregelmäßig ausgeformter Kern.

Stärke von Furnier

In Europa sind Stärken zwischen 0,5 und 0,65 mm üblich. In Asien werden meistens Furniere zwischen 0,2 und 0,3 mm verarbeitet. Als Starkschnitt werden in der Regel Furniere von 1 bis 3 mm bezeichnet. Größere Stärken werden üblicherweise als Sägefurniere produziert, d. h. mit der Blockbandsäge geschnitten.

Stamm

Furnier- oder sägefähiger Abschnitt eines Baumes

Stamm-Maser

Maserstamm, bei dem die Maserbildung überirdisch am Stamm geschieht. Solche Maser sind: Eiche, Esche, Pappel, Rüster.

Stammrund

Die Präsentation von Furnieren, die in Form des ursprünglichen Stammes aufgesetzt sind.

Stammware

Furniere, die aus einem Stamm erzeugt werden und bei denen noch die Abwicklung innerhalb des Stammes gegeben ist.

Stay-Log

Spezielle Furnierschneidemaschine, bei der ein auf einem Balken liegender Stamm in kreisförmiger Bewegung am Messer vorbeigeführt wird und somit exzentrisch geschält wird.

Stock

Unteres Ende eines Stammes.

Stockflecken

Fäulnisflecken, die sich als Verfärbung im Furnier abzeichnen.

Streifer

Siehe Friese

Streifigkeit

Sich auf dem Furnier mehr oder weniger deutlich absetzende Farbstreifen, die meist als qualitätsmindernd angesehen werden. Vor allem bekannt bei europäischer Eiche.

Stürzen

Verfahren bei der Weiterverarbeitung von Furnieren, bei dem aufeinanderfolgende Furnierblätter abwechselnd mit Vorder- und Rückseite aufgeleimt werden, um eine spiegelbildliche Abwicklung zu erhalten.

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T

Taxe

Preisfestlegung für einen Furnierstamm.

Tegernseer Gebräuche

In der Holzindustrie gebräuchliches und anerkanntes Normenwerk, in dem generelle Regeln für die Säge- und Furnierindustrie festgelegt sind (z. B. Qualitätsbezeichnungen für Schnittholz, Toleranzen hinsichtlich Furnierstärken und fehlerhafter Blätter u. v. m.)

Trägerplatte

Das Trägermaterial, auf welches das Furnier aufgebracht wird.

Tracheiden

Hauptzellform der Nadelhölzer. Sie haben die Funktion der Wasserleitung und der Festigung.

Traktor-Spuren

Typische Riegelausbildung, vor allem bei Buche; wird in der Regel als qualitätsmindernd angesehen.

Trockenkammer

Anlage zur künstlichen Trocknung von Massivholz mit Hilfe von Computersteuerung

Trommeln

Durch Vibration des Furnierblockes auf der Messermaschine oder durch falsche Druckeinstellung an der Maschine hervorgerufene Stärkenschwankungen, die regelmäßig als querverlaufende Streifen über das Furnierblatt verteilt sind.

Türenlänge

Längen in Rundholz und Furnieren zwischen 2,05 m und 2,40 m, die von der Türenindustrie benötigt werden.

 

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U

Umlegen

Das Vorführen eines Stammes, bei dem dieser Paket für Paket gezeigt wird.

Ummantelung

Verfahren, dreidimensionale Flächen (Profile, geschwungene Kanten u. Ä.) mit Furnieren zu ummanteln. Hat zum Teil die aus Massivholz bestehende und gefräste Kante abgelöst.

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V

Vermesserung

Fehler im Furnier, die in der Aufarbeitung begründet sind, meist schwankende Stärken der Furniere.

Vertikale Messermaschine

Messermaschine, bei der die Gegenbewegung Stamm/Messer vertikal ausgeführt wird.
Verworfen Verdrehtes oder verzogenes Holz

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W

Weichholz

Holz, das aus Nadelbäumen gewonnen wird

Wechseldrehwuchs

Bänder von Jahresringen mit abwechselnd rechtsgerichtetem und linksgerichtetem Drehwuchs

Welligkeit

Durch unterschiedliche Trocknungsverläufe und unregelmäßigen Jahrringaufbau innerhalb des Furnierblattes bei der Trocknung hervorgerufene Welligkeit im Furnierblatt. Um Furniere verkäuflich zu machen, müssen diese nochmals gepreßt werden.

Wilde Maserung

Unregelmäßige, die Richtung wechselnde Maserung, die das Holz schwer bearbeitbar macht.

Wurzelmaser

Maserstamm, bei dem die Maserausbildung an der Wurzel erfolgt und die Knolle sich entweder ganz oder teilweise unter der Erde befindet. Diese müssen zur Bergung ausgegraben werden, was in den meisten Fällen noch von Hand geschieht, um die hochwertigen Knollen nicht zu verletzen.

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Y

Yellow Gum

Gelblich-braune Flecken bei American Black Cherry, die als qualitätsmindernd angesehen werden, da sie nach der Oberflächenbehandlung noch sichtbar sind.

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Z

Zähigkeit

Bei unregelmäßig gewachsenen oder stark unter Spannung stehenden Stämmen entstehende Welligkeit der Furniere. Kann sich auch als dunklere Farbtönung entlang der Jahrringe zeigen.

Zeichnung

Struktur und Färbung der Holzmaserung

Zopf

Oberes Ende eines Stammes (Rundholz oder Furniere).

Zurichten

Vorbereitung der Stämme zur Furnierherstellung. Beim Schälen z. B. das Ablängen auf zwei schälbare Teilstücke. Entfernen der Rinde und z. T. des Splintes. Einteilen des Stammes in Drittel oder Viertel zum Herstellen von Messerfurnieren mit bestimmten Bildern.

Zuschnitt

Das Beschneiden der Furniere an der Furnierschere, ob im Furnierwerk oder in der endgültigen Produktion.

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Wussten Sie schon ...

... dass für Holz, welches für dekorative Zwecke genutzt wird, kein Wald zerstört wird?

... dass nur wenige Bäume die notwenigen Eigenschaften haben, um ihr Holz für dekorative Zwecke nutzen zu können?

... dass 10 Prozent der heutigen Waldfläche ausreicht, um den weltweiten Bedarf an Waldholz (inklusive für die Papierherstellung) zu decken?

 

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